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Hey, heute schauen wir uns das Quinin an. Ich zeige dir, was genau sich hinter diesem Stoff verbirgt. Welche Eigenschaften es besitzt und wie es uns unterstützen kann. Zudem schauen wir uns an, welche Heldengeschichte gemeint ist und warum diese bitter sein soll. Komm, lass uns loslegen und schauen, wie die Heldengeschichte aussieht.
WELCHE WIRKUNGEN HAT QUININ

Es gibt Wirkstoffe, die Geschichte schrieben und dann gibt es Quinin. Was heute in vielen Köpfen höchstens mit Tonic Water und schicken Cocktails verbunden wird, war einst die Lösung, für eine der tödlichsten Krankheiten überhaupt, Malaria. Dieser Stoff schmeckt so bitter, dass deine Geschmacksnerven rebellieren. Doch dahinter steckt eine pharmakologische Brillanz.
Ursprünglich wurde es als Heilmittel gegen Malaria entdeckt, jene tückische Krankheit, die über Jahrhunderte Millionen Menschenleben forderte. Malaria wird durch Parasiten der Gattung Plasmodium verursacht, die über den Stich der Anopheles-Mücke in den menschlichen Körper gelangen. Diese winzigen Übeltäter verursachen Fieber, Schüttelfrost und Schweißausbrüche.
Im schlimmsten Fall kann Organversagen die Folge sein. Und hier kommt dieser Stoff ins Spiel. Der Wirkstoff greift gezielt in den Stoffwechsel der Malariaparasiten ein, indem er deren Fähigkeit blockiert, Hämoglobin abzubauen. Ohne diesen lebenswichtigen Prozess erstickt der Parasit an seinem eigenen Stoffwechselprodukt.
Doch das ist nicht alles, was er kann. Auch wenn es heute nicht mehr das Mittel der ersten Wahl gegen Malaria ist, dafür haben moderne Wirkstoffe wie Artemisinin übernommen, findet es weiterhin medizinische Verwendung, insbesondere bei Muskelkrämpfen. In geringen Dosen kann es die Erregbarkeit der Muskulatur herabsetzen und damit nächtliche Wadenkrämpfe lindern.
Sportler, ältere Menschen oder Patienten mit neurologischen Erkrankungen profitieren davon, auch wenn die Anwendung wegen möglicher Nebenwirkungen mit Vorsicht erfolgt. Nebenbei wirkt Quinin auch leicht fiebersenkend, schmerzstillend und hat sogar eine schwache lokalanästhetische Wirkung. Nicht schlecht für einen Stoff, der aus einer Rinde gewonnen wird.
DIE BITTERE KEHRSEITE

Wo Licht ist, ist bekanntlich auch Schatten und das gilt auch für Quinin. Der Wirkstoff hat eine enge therapeutische Breite, was bedeutet, dass zwischen wirksamer und giftiger Dosis nur ein schmaler Grat liegt. Zu den Nebenwirkungen gehören Übelkeit, Sehstörungen, Kopfschmerzen und in hohen Dosen sogar Herzrhythmusstörungen.
Ein bekanntes Phänomen ist die sogenannte Cinchonismus-Symptomatik. Diese ist nach dem Ursprung der Substanz, der Chinarinde, benannt. Wer zu viel von diesem Stoff erwischt, kann unter Ohrensausen, Schwindel und Sehstörungen leiden. Historisch gesehen war das allerdings ein akzeptabler Preis für die Rettung vor Malaria.
Ganz besonders in den Zeiten, in denen Alternativen schlichtweg nicht existierten. Die Geschichte beginnt tief in den Regenwäldern Südamerikas. Dort wächst der Chinarindenbaum (Cinchona officinalis), der schon von den indigenen Völkern wegen seiner fiebersenkenden Wirkung geschätzt wurde. Die heilende Wirkung der Chinarinde wurde im 17. Jahrhundert entdeckt.
Einer Legende nach war es ein Zufall, als ein fieberkranker Einheimischer aus Versehen Wasser trank, in dem Chinarindenstücke lagen. Sein Fieber verschwand und die Nachricht über das Zauberwasser verbreitete sich rasch. Später gelangte die Rinde nach Europa. Lange Zeit war das Pulver aus der Chinarinde ein exklusives, beinahe mystisches Heilmittel.
Dieses stand aber zu der Zeit nur den Reichen zur Verfügung. Doch als Malaria in Europa, Afrika und Asien immer mehr Opfer forderte, begann man, den Stoff systematisch zu erforschen. 1820 gelang den französischen Chemikern Pierre Joseph Pelletier und Joseph Bienaimé Caventou schließlich der große Coup. Sie isolierten den aktiven Bestandteil, Quinin.
QUININ, DIE WAFFE GEGEN MALARIA

Der Grundstein für eine medizinische Revolution war somit gelegt. Im 19. Jahrhundert war Quinin buchstäblich Gold wert. Ohne diesen Wirkstoff wären die großen kolonialen Expansionen der europäischen Mächte kaum möglich gewesen. Die Soldaten, Forscher und Missionare, die in tropische Regionen aufbrachen, hätten ohne diesen Stoff kaum überlebt.
Britische Kolonialsoldaten mischten das bittere Pulver mit Wasser und Zucker, um es überhaupt trinken zu können. Später kam man auf eine geschmacklich angenehmere Idee, als man es in Sodawasser auflöste. Das war die Geburtsstunde des Tonic Water, das bis heute mit seiner charakteristischen Bitterkeit an die medizinischen Wurzeln erinnert.
Wenn du also beim nächsten Gin Tonic den typischen Geschmack genießt, nippst du quasi an einem kleinen Stück Medizingeschichte. Mit der Zeit wurde die natürliche Gewinnung aus der Chinarinde zu aufwendig. Der Bedarf stieg weltweit, während die Bäume durch Übernutzung bedroht waren. Die Lösung, chemische Synthese.
Heute wird es zwar weiterhin aus natürlichen Quellen gewonnen, aber meist mit modernen Verfahren ergänzt oder nachgebaut. In der modernen Medizin hat es zwar seine dominante Rolle verloren, doch es bleibt ein wichtiges Medikament in speziellen Fällen. Zudem hat der Stoff nach wie vor Bedeutung in der Phytopharmakologie, also der Erforschung von Heilpflanzen.
Quinin hat heute einen fast paradoxen Doppelstatus. Einerseits als Medikament mit ernster Geschichte, andererseits als Lifestyle-Zutat in trendigen Getränken. Witzigerweise leuchtet es unter UV-Licht. Diesen Effekt schätzen sowohl Chemiker als auch Barkeeper. Fakt aber ist, auch mit diesem Stoff zeigt uns unsere Natur, was sie alles zu bieten hat.
WAS DENKST DU ÜBER QUININ?

Ich will das für dich nochmal zusammenfassen? Wir haben uns heute den bitteren Helden Quinin angesehen. Es ist ein Paradebeispiel dafür, dass die Natur oft die besten Medikamente bereithält. Wichtig dabei ist, das man sie zu nutzen weiß. Vom geheimnisvollen Baum in den Anden über die Entdeckung der Jesuiten bis hin zur modernen Medizin hat es unzählige Leben gerettet.
Zudem hat es den Weg für viele weitere Entdeckungen geebnet. Auch wenn es heute durch modernere Wirkstoffe ersetzt wurde, bleibt sein Vermächtnis unvergessen. Es erinnert uns daran, dass selbst die bittersten Substanzen einen süßen Zweck erfüllen können. Sie können nämlich das Leben selbst schützen.
Vielleicht denkst du beim nächsten Schluck Gin Tonic daran, dass du gerade ein bisschen Geschichte trinkst. Genau wie jeder moderne medizinische Stoff hat auch dieser seine Schattenseiten. Du solltest also definitiv nicht auf die Idee kommen, solltest du mal in diesen Regionen unterwegs sein, dich selbst zu therapieren. Was passieren kann, hast du gesehen.
Dennoch ist Quinin ein hochinteressanter Stoff der, genau wie viele andere natürliche Stoffe, noch einiges an Potenzial in sich trägt. Bleibt also nur zu hoffen, dass die Forschungen weitergeführt werden. Wie stehst du der Kraft der Natur gegenüber? Willst du deinen Körper natürlich unterstützen? Du bist neugierig und willst dich austesten? Dann KLICKE HIER!
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